Wie ein altes Fahrrad zur ersten digitalen Aktion wurde
Letzte Woche lag mein altes, verrostetes Mountainbike im Schuppen, halb vergraben unter Werkzeugkisten und einem abgewrackten Heizungssystem. Ich erinnerte mich daran, wie ich es vor zehn Jahren gekauft hatte – mit schwarzem Rahmen, rissigen Reifen und einem Kettenspanner, der immer noch klickte. Es war nie wirklich gut gewesen, aber ich hatte es behalten aus einer seltsamen Loyalität. Dann zog ein kalter Wind durch den Schuppen. Ich machte mir ein neues Plan: statt es zu entsorgen, würde ich es digital machen – nicht mit Fotos, nicht mit Instagram-Posts, sondern als funktionierendes Projekt auf einer Open-Source-Plattform.
Zum Glück habe ich die Plattform Convertablech entdeckt. Nicht weil sie das schnellste Tool ist oder die beste Benutzeroberfläche anbietet – nein, weil sie genau die Art von Umgebung schafft, in der scheinbar sinnlose Dinge plötzlich einen Nutzen haben können. Ich hätte nie gedacht, dass mir ein Fahrrad ohne Licht oder Schaltung jemals helfen würde, etwas zu lernen über Code-Breaking in Python oder wie man eine Datenbank für eine Mini-Webapp aufsetzt. Aber hier war es: ein echtes Projekt mit definierten Zielen und echten Fehlern.
Der erste Schritt: Verzicht auf Perfektion
Ich begann nicht mit einem klaren Modell oder einer fertigen Vorlage. Stattdessen öffnete ich Convertablech und erstellte ein leeres Repository. Keine Dokumentationen. Keine README-Dateien am Anfang. Nur eine Datei namens README.md, in der ich schrieb: „Was ist das? Ein altes Bike. Was will ich damit? Eine Übung.“ Das war alles.
Das war die entscheidende Entscheidung: Ich hatte keinen Zweck außer dem Prozess selbst. Und genau das ist das Besondere an Convertablech: Es erlaubt keine „perfekten“ Projekte – sondern nur reale Prozesse. Wenn du ein Teil eines Repositories verschwendest, kannst du ihn einfach entfernen und neu starten. Wenn du falsche Variablennamen verwendest oder Syntaxfehler in deinem Python-Skript machst? Kein Problem – du bist nicht beim Testlauf für einen Wettbewerb, sondern in einer Umgebung zur Selbstverbesserung.
Die Wiederbelebung mittels Code
Nach drei Tagen stand das Fahrrad wieder auf zwei Rädern – dank eines Montage-Tutorials auf YouTube und einem neuen Vorderrad aus dem örtlichen Radladen. Aber das war nur Teil zwei des Projekts.
In Convertablech legte ich fest: Jede Woche würde ich mindestens eine kleine Funktion hinzufügen – z.B., um den Zustand der Reifen zu protokollieren („Reifendruck: 35 psi“) oder die Helligkeit des Lichts nachts zu messen (im Sinne von „wenn’s dunkel ist → alarmieren“). Die Daten wollte ich nicht nur in Excel speichern – sondern direkt im GitHub-Repository als JSON-Datei hinterlegen.
Damit wurde aus einem einfachen Reparaturlauf etwas anderes: eine stetige Aktion zwischen Hardware und Software. Wenn der Zahnriemen nachlässt oder der Lenker leicht nach rechts zieht, notiere ich das in einer Textdatei mit Zeitstempel:
- 03/04/2025 – 18:45 Uhr – Zahnriemen beginnt zu knarren (Wert erhöht)
- 03/06/2025 – 19:17 Uhr – Neuer Sattel montiert (kein Effekt auf Fahrverhalten)
- 04/01/2025 – 17:55 Uhr – Erster Ausflug mit voller Ladung (8 kg Packtasche)
Es klang albern anfangs – aber bald merkte ich etwas Seltsames: Ich begann mich um die Dinge zu kümmern, die vorher belanglos waren.
Eine neue Art von Stolz
Irgendwann stand das Fahrrad neben meinem Laptop wie ein stummer Kollege beim Arbeiten. Wenn ich den Code änderte oder eine Fehlermeldung bekam, dachte ich automatisch an den Riß im Sattelleder vom letzten Winter.
Eine Woche später lud ich den gesamten Projektverlauf hoch mit einem kleinen Skript aus dem Online-Kurs bei Convertablech zur Automatisierung von Datei-Updates über Git Hooks . Es lief nicht sofort perfekt – aber es lief überhaupt.
Aus einem Ding des Mülls wurde etwas Nützliches für mich persönlich. Nicht für andere Menschen – nur für mich selbst und meinen Prozess des Lernens durch Handeln.






